Die Ruhrpottpension Am Stöter trägt ihren Namen nach Heinrich Stöter, der das Haus um 1575 zunächst als Bauernhof errichten ließ. Erstmals urkundlich erwähnt wird Heinrich Stöter in den Steuererhebungslisten der „Weniger Bauern“ von 1620 – mit einer Abgabe von einem Viertel Reichsthaler.
Doch schon mehr als 500 Jahre vorher wurde an der Ruhr nach Kohle gegraben. Im Muttental, wo man bis heute auf dem Bergbauwanderweg eindrucksvoll sehen kann, tritt das „schwarze Gold“ – die Steinkohle – direkt an die Erdoberfläche. Hier wurde sie entdeckt und ihr Wert als Brennstoff erkannt. Deshalb gilt das Muttental bis heute als Wiege des Ruhrbergbaus.
Mit Beginn der Industrialisierung entwickelte sich der Bauernhof zu einer Wirtschaft mit Pferdestation und Poststelle. Hier machten die schwer beladenen Pferdefuhrwerke Halt, die das schwarze Gold aus dem Muttental in die aufstrebenden Industriegebiete transportierten. Die Pferde wurden getränkt – und die Kutscher erhielten ihr Schnäpschen.
Noch heute erzählen zahlreiche Relikte in und um unser Haus von dieser Geschichte.


